Hessischer Bildungsserver / Bildungsregion Hochtaunus und Wetterauskreis

Schwierige Schüler besser verstehen. Verhaltensstörungen und bindungstheoretische Interventionen

Thema Schwierige Schüler besser verstehen. Verhaltensstörungen und bindungstheoretische Interventionen freigegeben
Inhalt/Beschreibung

Im Zuge der Inklusion sind die hohen Anforderungen an Lehrer noch einmal deutlich gestiegen! Besonders Schüler mit Förderbedarf "emotional-soziale Entwicklung" stellen uns mit ihren Verhaltensauffälligkeiten immer wieder vor große Probleme. In der universitären Ausbildung und im Referendariat liegt ein großer Schwerpunkt auf Fachwissenschaft, Didaktik und Methodik. Emotionale Prozesse im Schüler, Lehrer oder zwischen beiden geraten häufig in den Hintergrund. Die Bindungstheorie bietet einen theoretischen Rahmen, Verhaltensstörungen zu verstehen. Sie wurde in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von John Bowlby entwickelt und kam zu der Erkenntnis, dass Bindung zwar von besonderer Bedeutung bei Kleinkindern ist, uns jedoch ein Leben lang begleitet und Bindungssicherheit - ein Schutzfaktor gegen die Unbilden des Lebens - auch in späterer Kindheit und auch im Erwachsenenalter noch erworben werden kann. Die Bindungstheorie kann uns also helfen, einen verstehenden Zugang zu Schülern zu eröffnen, die immer wieder unsere Aufmerksamkeit suchen, unruhig sind oder auf alltägliche Situationen im Schulalltag emotional impulsiv reagieren. Wir unterstützen sie, aber niemals scheint es auszureichen. Immer brauchen sie noch mehr oder sie reagieren hochgradig unzufrieden. Das kann sehr mürbe machen und man ertappt sich dabei zu fragen, ob es nicht besser wäre, ihren übergroßen Hunger nach Aufmerksamkeit zu ignorieren. Oder diejenigen Schüler, die niemals unsere Hilfe einfordern und kaum freundschaftliche Beziehungen aufbauen können. Auch werden wir jene Schüler besser verstehen, die völlig unberechenbar auf Beziehungsangebote reagieren. Es gibt Tage, an denen sie dankbar unsere Unterstützung annehmen und scheinbar gut lernen können. Dann wieder wirken sie völlig unbeeinflussbar und von starken Aggressionen besetzt, die sie entweder gegen sich oder andere richten, ohne eine Hoffnung auf Besserung. An Lernen ist in solchen Situationen nicht zu denken. Die Fortbildung besteht aus drei Teilen. Erstens werden Grundlagen der Bindungstheorie und der verschiedenen Bindungsmuster vermittelt. Zweitens wird ein bindungstheoretisches Verständnis von Verhaltensstörungen erläutert. Und drittens werden praktische Interventionen für die jeweiligen Bindungsmuster...

Zu erwerbende Fähigkeiten und Fertigkeiten

Die Teilnehmer erwerben Kenntnisse über - Bindungsmuster und –störungen insbesondere im Schulalter - Bindungstheoretische Interventionen

Themenbereich Inklusion
Fächer/Berufsfelder kein Fachbezug
Zielgruppe(n) Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst
Schulform(en) Förderschule/Grundschule oder Sek. I, Hauptschule, Realschule
Veranstaltungsart Einzelveranstaltung
Bildungsregion Bildungsregion Hochtaunuskreis / Wetteraukreis
Anbieter/Veranstalter
SSA Hochtaunuskreis/Wetteraukreis
Johannes Altmannsberger
Mainzer-Tor-Anlage 8
61169 Friedberg
Fon: +49 6031 188600 
Fax: +49 6031 188699 
E-Mail: FORTBILDUNG.SSA.FRIEDBERG@KULTUS.HESSEN.DE
Hinweis(e) Ansprechpartner: Ilse Ebert
Dozentinnen/Dozenten Pierre Busold, Andrea Reimann
Dauer in Halbtagen 2
Zeitraum 25.03.2019 14:15 bis 13.05.2019 16:45
Kosten 0,00€
Ort Brunnenschule Bad Vilbel, Kurt-Moosdorf-Straße 75, 61118 Bad Vilbel
Veranstaltungsnummer 0189427503
Interne Veranstaltungsnummer 50967123

Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung muss über die Seiten der Akkreditierungsstelle erfolgen. Suchen Sie dort bitte nach Ihrer Veranstaltung (Veranstaltungsnummer: 0189427503) und folgen Sie den Anweisungen und Hilfen der Akkreditierungsstelle.

Vielen Dank.